Städtische Parkanlage Charlottenstraße 98 Berlin | 2014 - 2016

 

Die Freifläche an der Charlottenstraße soll eindeutiger dem Block Friedrichstraße, Rudi-Dutschke-Str., Charlottenstraße und Besselstraße zuzuordnen. Außerdem soll für die städtebauliche Figur des John Hejduk Ensembles ein Abschluss zur Besselstraße gefunden werden. Drittens soll der Freiraum typologisch eine eigene Identität erhalten, die sich wiederum aus dem Charakter des Blockes ableitet. Dieser ist überwiegend geschlossen und steinern und soll auch deshalb in diesem Entwurf durch einen neuen Quartiersplatz an der Ecke Charlottenstraße, Besselstraße komplettiert werden. So behauptet sich der neue Freiraum auch gegenüber dem Besselpark und der angrenzenden Freifläche Richtung Markgrafenstraße.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 2-8 HOAI 2013

Auftraggeber   Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin | Straßen- und Grünflächenamt

Fläche   0,27 ha

Bauvolumen  0,50 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2014 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Gerd Strütt

Projektteam   Erik Hansén

Projektstandort   DE | Berlin-Kreuzberg >> GoogleMaps

Verfahren   nicht anonymes Auswahlverfahren mit drei Teilnehmern in Anlehnung an RPW 2013 | 1. Preis | 2013

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Neugestaltung Hahnplatz Prüm | 2014 - 2016

 

Mit dem herausragenden Kulturdenkmal der Sankt-Salvator-Basilika verfügt die Stadt Prüm in der Eifel über ein das Stadtzentrum prägendes und weit darüber hinaus bekanntes Bauwerk. Die umgebenden Freiflächen des Hahnplatzes werden in Ihrer Ausgestaltung dieser Bedeutung nicht gerecht. Der Platz verfügt trotz des sehr markanten Bauwerks nur über geringe Aufenthaltsqualität. Verkehre der Bundesstraßen 401/265 dominieren den Platz. Die Flächen sind stark zergliedert und zusammenhangslos. Wichtige Blickbezüge werden durch die Baumstellung geradezu negiert. Man gewinnt den Eindruck, als wolle man das historische Monument ‚verstecken’. Ziel des Entwurfes ist es, der Basilika einen angemessenen, offenen und klar strukturierten Freiraum zuzuweisen, der die Bedeutung des Bauwerks würdigt und dieses als sich selbstbewusst präsentierenden Attraktor für das Stadtzentrum aktiviert. Es entsteht ein lebendiger Platz im Herzen von Prüm, der für alle Gruppen gleichermaßen attraktiv und nutzbar ist.

Planungsumfang   Generalplanung mit Objektplanungen Freianlagen | Verkehrsanlagen | Fachplanung Technische Ausrüstung | Besondere städtebauliche Leistungen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2013

Auftraggeber   Stadt Prüm | Die Stadtbürgermeisterin

Fläche   1,56 ha

Bauvolumen  4,55 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2014 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Thomas Lücke

Projekpartner   Städtebau YellowZ Urbanism Architecture Berlin |

Projektstandort   DE | Prüm >> GoogleMaps

Verfahren   einstufiger, nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2008 | 1. Preis | 2013

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Innenhöfe Wohnbebauung Chausseestraße Berlin | 2013 - 2014

 

Die Anlage gliedert sich in eine Zu- und Durchfahrt von der Chausseestraße, an die sich vier Innenhöfe anschließen. Die Gestaltung der Innenhofbereiche im Erdgeschoss gliedert sich in mehrere bandartige teilräume, die eigene klare Funktionszuweisungen und Flächen- als auch Aufenthaltsqualitäten erhalten. Die ondulierenden Bänder stellen dabei die Verbindung zwischen den einzelnen Höfen her, welche durch zweigeschossige Durchfahrten von einander getrennt sind. Entlang der Gebäudefassaden schwingt ein überwiegend privat genutzter terrassenstreifen. Dieser wird durch ein feines Band aus Beton von den öffentlichen Flächen im Zentrum getrennt. Entlang und zwischen den Bändern spannen sich selbstständige freie Formen auf, die weitere Funktionen aufnehmen. Die Flächen sind zu ca. 90% mit einer Tiefgarage unterbaut. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-5 HOAI 2009

Auftraggeber   Hochtief Solutions AG formart Berlin-Brandenburg

Fläche   0,34 ha Erdgeschoss + 0,38 ha Dachterrassen

Bauvolumen  0,78 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Katja Erke

Projektteam   Gerd Holzwarth | Maxi Polkowski

Projekpartner   Architektur Axthelm Rolvien Architekten Potsdam | Brandschutz ARUP Berlin | Technische Ausrüstung Verdi Ingenieurgesellschaft Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Mitte >> GoogleMaps

Verfahren   eigeladenes Pitch | 1. Preis | 2013

Innenhöfe Luisenforum Potsdam | 2013 - 2014

 

Die Lage der Höfe am Beginn der Brandenburger Straße und die relativ engen Toröffnungen verlangen nach einem hochwertigen und prägnanten Auftakt der Höfe, der sich bereits auf den ersten Blick deutlich von der Fußgängerzone absetzen muss, um im Vorbeigehen die Neugier der Passanten zu wecken.
Darüber hinaus sollen die Höfe ein Bild entwickeln, das nicht gegen die besondere schlauchartige Form ankämpfen muss, sondern mit den Gebäudekanten zusammen eine neue Qualität entwickelt.
Beide Aufgabenstellungen begründen den Entwurf des Luisengrunds (Tal, Schlucht, Klamm) als einen vom Trubel der Einkaufsstraße zurückgezogenen grünen, frischen, lebendigen und atmosphärischen Aufenthalts- und Entdeckungsort inmitten der Potsdamer Innenstadt.
Durch den Wechsel der Beläge vom harten Naturstein zu Holzstegen, durch den Kontrast zwischen der steiner- nen Brandenburger Straße ohne Straßenbäume in einen grünen und frischen Hofraum entsteht ein Kontrast, der das Luisenforum und seine Höfe zu einem Erlebnis mit großer Verweilqualität werden lässt. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Berlinhaus Verwaltung GmbH

Fläche   615 qm

Bauvolumen  0,27 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer | Katja Erke

Projektteam   Gerd Holzwarth | Maxi Polkowski

Bauleitung   Katja Erke

Projekpartner   Architektur Axthelm Rolvien Architekten Potsdam | Technische Ausrüstung KEM GmbH Berlin

Projektstandort   DE | Potsdam >> GoogleMaps

Innenhöfe Marienburger Straße Berlin | 2013

 

Mit dem Umbau einer Remise in der Marienburger Strasse wird eine teilweise Neugestaltung und Instandsetzung der Höfe notwendig, um den neu entstehenden, gehobenen Wohnungen attraktive Aussenräume anbieten zu können. Dabei kann im zweiten Hof auf eine sehr qualitätvolle Freiraumplanung aus der Sanierung von Vorder- und Hinterhaus aufgebaut werden. Der Entwurf sieht vor, das Pflastermuster vollständig zu übernehmen und die bestehenden Flächen zusammenfassend neu zu ordnen. Dadurch beschränkt sich die Neugestaltung auf die nordwestliche Hälfte des zweiten Hofes, in der ein Holzdeck, getrennt durch eine breite Sitzfläche fortgeführt und der Erdgeschosswohnung, sowie dem Gewerbe neu zugeordnet wird. Die Trennung zwischen beiden Nutzern wird durch Einschnitte und Strauchpflanzungen in der dazwischen liegenden Sitzfläche als nutzbares und hochwertiges Element inszeniert. Die Einfassung der Pflanzung durch eine in das Holzdeck u?bergehende Bank und einen formalen Quellstein trägt zur großen Aufenthaltsqualität des Hofes bei. Im dritten Hof, der ausschließlich der no?rdlichen Erdgeschosswohnung zugänglich ist, bildet eine Kiesschüttung einen hellen Teppich für das Wohnzimmer im Freien. Durch die flächige Verwendung von Kies, kann auf eine künstliche Entwässerung des Hofes verzichtet werden. Großformatige Fertigbetonplatten schwimmen als Intarsien in der Fläche und bieten genügend befestigten Raum für die Nutzung von Gartenmöbeln. Die Illusion des grünen Wohnzimmers wird verstärkt durch eine gerahmte vertikale Begru?nung an der nördlichen Mauer, die mit Moosen, Farnen und anderen schattenverträglichen Pflanzen einen starken Akzent bildet. Eine zwischen den umgebenden Mauern verspannte Pendelleuchte komplettiert den Wohnbereich unter freiem Himmel.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Hermes Hausverwaltung AG

Fläche   400 qm

Bauvolumen  75.000 EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2013

Projektleitung   Maik Böhmer

Projektteam   Gerd Holzwarth | Steffen Klotz | Fabian Karle

Bauleitung   Maik Böhmer

Projektstandort   DE | Berlin-Pankow >> GoogleMaps

Erweiterung Museum Berggruen Skulpturengarten | 2012 - 2013

 

Der Entwurf nimmt die Struktur des historischen Freiraums innerhalb des Hofes wieder auf und bindet den Garten stärker an das Museum. Der Garten ist von Nord nach Süd in drei Teilbereiche gegliedert. Direkt an die Vorfläche zum Museum schließt ein Vegetationsstreifen an, der klar einen Übergang in den Garten definiert. Der mittlere Teil wird durch eine abgesenkte Rasenfläche bestimmt. Sie schafft für den Garten eine offene Mitte und ist Aufstellungsort für Skulpturen. Der südliche Teil wird von einer freien Strauchpflanzung bestimmt, die durch ihre Form und eine Höhenstaffelung die landschaftliche Kulisse des Gartens bildet. Als Rahmen für den gesamten Garten dienen vier streng geschnittene Heckenkörper aus Hainbuche, welche die Ecken des Gartens besetzen.

Planungsumfang   Objektplanungen Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Fläche   0,12 ha

Bauvolumen  0,27 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2012 | Bau bis 2013

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Kuehn Malvezzi Architekten Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Charlottenburg >> GoogleMaps

Verfahren   Verhandlungsverfahren mit integrierter Entwurfsaufgabe | 1. Preis | 2011

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Historischer Park Köln-Deutz (D)

+++ Grundüberlegung der Konzeption ist die Darstellung der Vielfältigkeit der historischen Zeugnisse in einem Raumgefüge, dass an den neuen Rheinboulevard angefügt wird und sich mit der Urbanstraße und der historischen Achse des Kastells (Via Praetoria) nach Deutz öffnet. Es ergibt sich aus diesen Überlegungen auch eine angepasste Betrachtung der Beziehungen sämtlicher Teilräume zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke und ihrer Anbindung an den Rheinboulevard und den Rhein. Die Schaffung eines „Historischen Parks Deutz“ lässt die orthogonalen Achsen, die Deutz an den Rhein anbinden stärker in den Vordergrund rücken. Sie spannen sich zwischen Rheinboulevard und Mindener Straße auf und grenzen die Qualitäten der einzelnen Teilräume klar voneinander ab. Daraus abgeleitet ergibt sich ein Betrachtungsraum für den Historischen Park Deutz zwischen Rhein und Mindener Straße. Als Kernbereich kann der Raum innerhalb der Grenzen des römischen Kastells Divitia angesehen werden. Daraus ergibt sich eine direkte Überschneidung mit dem Rheinboulevard.

Bauherr: Stadt Köln / Direktauftrag / LP 2-3 / 2012 / Fläche 1,5 ha 

Hausgarten am Griebnitzsee Potsdam | 2011 - 2012

 

Das Grundstück ermöglicht mit seiner starken Topografie die Zonierung verschiedener Teilbereiche. Zum Anderen bietet die Lage am Griebnitzsee mit ihren Ausblicken und Erholungsmöglichkeiten einen sehr atmosphärischen Hintergrund. Der Entwurf sieht vor, sich diese Besonderheiten zu Nutze zu machen und den Garten in einen naturnahen Wiesenraum mit Schilfzone und großzügigen Liegeflächen und einen Schmuckgarten mit Stauden- und Gehölzpflanzungen zu gliedern. Verbindendes Element beider Gartenteile ist das südlich der Villa gelegene Band, das der Topografie folgend von Westen nach Osten abgestufte Terrassenflächen miteinander verknüpft. Die Terrassenflächen orientieren sich in Lage und Form an den Räumen und Gartenzugängen des Hauses. Endpunkt des Bandes ist die großzügige Seeterrasse. Die vom zentralen Band abgehenden gefassten Holzdecks wölben sich jeweils am Ende ähnlich einer Klammer zu einem Sitzelement auf, das sich erneut auf das Band ausrichtet. Dadurch ergeben sich intime und gefasste Rückzugsorte auf drei verschiedenen Höhen des Gartens. (Fotos Hanns Joosten)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   privat

Fläche   0,2 ha

Bauvolumen  0,4 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2011 | Bau bis 2012

Projektleitung   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth

Projektteam   Marleen Krüger | Sebastian Meyer

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Axthelm Architekten Potsdam

Projektstandort   DE | Potsdam-Babelsberg >> GoogleMaps

Freie Universität Berlin | Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung | 2010

 

Im Zuge der energetischen Fassadensanierung der Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) der Freien Universität Berlin werden die Freianlagen überarbeitet und neu hergestellt. 

Planungsumfang   Objektplanungen Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   Freie Universität Berlin | Technische Abteilung

Fläche   0,1 ha

Bauvolumen  30.000 EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2010

Projektleitung   Maik Böhmer

Bauleitung   Maik Böhmer

Projekpartner   Architektur Eschebach + Zander Architekten Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Dahlem >> GoogleMaps

Marktplatz Mönchengladbach-Rheydt | 2010 - 2014

 

Die Gesamtstruktur des Platzes ist in drei Bereiche gegliedert, welche die verschiedenen Funktionen und Bedürfnisse von Anwohnern und Passanten aufnehmen. Zugleich bilden die um drei Stufen höher liegenden Bereiche der Marktterassen und der Kirche einen grünen Saum, der den Platz mit seiner Ausrichtung auf das Rathaus schärft und einprägsam fasst. Diese Fassung wird als durch Stufen unterbrochene Betonsitzelemente mit Holzauflagen definiert. Auf diese Weise bleibt der Marktbereich unverstellt und die Sitzgelegenheiten und Mobiliar sind in einem begleitenden Element zusammengefasst. Die Lage dieser Kante entspricht den Zugängen zur Tiefgarage, so dass auch die Abgänge und Aufzüge in das Betonelement integriert werden können. Der Marktplatz wird wie alle übrigen Gehbereiche mit großformatigen Betonplatten gefasst. Die Platzintarsie, die mit Natursteinpflaster mit einer rauen Oberfläche hergestellt wird, bietet in ihrer Struktur und Ästhetik eine den historischen Gebäuden angemessene und atmosphärische Platzqualität. In der Pflastermischung, welche den Randbereichen dunklere und dem Platzzentrum hellere Sortierungen zuordnet, wird ein Bild angestrebt, das ähnlich eines historischen Platzes, den Anschein von Gebrauchsspuren vorwegnimmt. Dieser künstlerische Ansatz schafft es, den Platz in der Ästhetik des alten Rathauses und der Kirche zu verorten. Einen weiteren Akzent bildet die Neuinterpretation des Marktbrunnens mit einem umlaufenden Betonsitzband und einer Fontäne. Im Belag liegen ebenso die technisch notwendigen Anschlüsse für die Marktnutzung. Die Entwässerung erfolgt nach West- und Ostseite als offene Entwässerung in ein fassendes Betonband.

Planungsumfang   Generalplanung mit Objektplanungen Freianlagen | Verkehrsanlagen | Ingenieurbauwerke | Gebäude | Fachplanung Tragwerksplanung | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   Stadt Mönchengladbach | Fachbereich Stadtentwicklung und Planung

Fläche   1,70 ha

Bauvolumen  5,77 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer | Katja Erke

Projektteam   Ulf Schrader | Marleen Krüger | Sebastian Meyer

Bauleitung   Sebastian Meyer | Markus Loh

Projekpartner   Architektur MONO Architekten Berlin | Verkehrsanlagen Ingenieurbauwerke Tragwerksplanung Kempen Krause Ingenieure GmbH Aachen

Projektstandort   DE | Mönchengladbach-Rheydt >> GoogleMaps

Verfahren   begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2004 | 1. Preis | 2009

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Masterplan historische Hofanlage Wissen/Sieg (D)

+++ Anlass für die Bestandsuntersuchung des Hofes und seiner zukünftigen Entwicklungspotenziale sind der in den nächsten Jahrzehnten anstehende Generationswechsel in der Fortführung des Hofes und die damit einher gehende Veränderung in der wirtschaftlichen Situation der Betreiber. Der Hof, der auf Grund der positiven wirtschaftlichen Situation seiner aktuellen Besitzer nicht zum Einkommen beitragen muss, wird in der nächsten Generation sowohl wirtschaftliche als auch nutzungsbedingte Veränderungen erfahren müssen. Die derzeitige Nebenerwerbslandwirtschaft auf den Hofflächen trägt sich aktuell selbst, oder wird geringfügig bezuschusst, so dass die relativ hohen Unterhaltungskosten ungemindert erhalten bleiben. Die Analyse und der daraus resultierende Masterplan sollen für den Hof Möglichkeiten aufzeigen, wie und ob zum Einen die Unterhaltskosten reduziert werden können, und der Hof andererseits selbst zu seinem Unterhalt beitragen kann. Darüber hinaus präsentiert sich der Hof heute durch seine baugeschichtliche Besonderheit als gemischt genutzte Fläche von Landwirtschaft, industrieller Produktion, Wohnhof und Erholungsraum. Die Überarbeitung der baulichen Fassung der Hofflächen soll eine nachhaltigere Bewirtschaftung und einen in der Pflege dauerhaft leistbaren Zustand erreichen.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / Studie;Masterplan / 2010 / Fläche 3,5 ha 

Hausgarten Berlin-Zehlendorf (D)

+++ Die bestehende Höhensituation des schmal und länglich geschnittenen Grundstückes wird grundsätzlich überarbeitet und neu gestaltet. Zu diesem Zweck wird eine ca. 2,4m hohe Ortbetonstützmauer errichtet, die optisch mit rostenden Stahlplatten verkleidet wird. Die Stützwand teilt das Grundstück in einen tiefer liegenden Vorgartenbereich, der mit einem Metallzaun in Rost- Optik eingefasst wird und einem höher liegenden, dem Haus zugeortneten Aufenthaltsbereich mit einer großzügigen Holzterrasse, Pflanzflächen und einem Wasserbecken. Wegebeläge werden als Klinkerpflaster ausgeführt. Zur Bewässerung der gesamten Gartenanlage soll ein Grundwasserbrunnen und eine vollautomatische Bewässerungsanlage hergestellt werden.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 1-7 / 2007 / Fläche 350 qm

Außenanlagen Verwaltung Steinebach/Sieg (D)

+++ Im Rahmen des Neubaus einer Verwaltung für das mittelständische Maschinenbauunternehmen, werden auch die Freianlagen des Betriebsgeländes einheitlich neu umgestaltet. neben repräsentativen Flächen um das Verwaltungsgebäude herum werden auch Aufenthalts- und Pausenflächen für die Mitarbeiter neu entwickelt. Weiter sind eine Stellplatzanlage sowie Flächen für die Regenwasserversickerung zu integrieren. Der Entwurf nimmt die starke Topografie des Geländes auf und erzeugt durch geschickte Modulation unterschiedlicher Rasenhänge verschieden nutzbare Teilräume heraus.

Bauherr: Maschinenbau Böhmer GmbH / Direktauftrag / LP 1-3 / 2007 / Fläche 2,7 ha / architektur nullmenge + annabau, Berlin

Innenhofgestaltung Berlin-Friedenau (D)

+++ Die Innenhoffläche wird klar zoniert in einen grünen Gartenteil und befestigte Hoffläche. Die Belagsflächen sollen durch Verwendung unterschiedlicher Materialien optisch strukturiert und dadurch gestalterisch aufgewertet werden. Zur Verwendung kommen Natursteinmaterialien wie Kiesel- oder Mosaikpflaster in den Zwischenbereichen, die auch von oben ein attraktives Bild bieten. Die direkten Laufbereiche werden als Ortbetonwegeflächen hergestellt. Grundsätzlich bleibt die Hoffläche als offen nutzbarer Raum erhalten. Die Hoffläche nimmt als einzige Ausstattungsobjekte Fahrradständer als Metall- oder Betonkonstruktion auf. Die Lichtschächte der Kellerräume werden saniert und neu abgedeckt. In der nordöstlichen Hofecke wird ein umbauter Müllplatz in Holzoptik errichtet, der die Mülltonnen aus dem direkten Einsichtbereich entfernt und somit auch Geruchsbelastungen minimiert. Der Gartenbereich wird gestalterisch gefasst und bereinigt, bleibt aber in seiner Grundstruktur weitestgehend erhalten. Aufwuchs und Sträucher werden entfernt. Der Birn- und Wallnussbaum bleiben erhalten und werden gepflegt. Vor den Mauern werden Pflanzbeete angelegt. Die Mauern werden partiell berankt.

Bauherr: Hermes Hausverwaltung AG / Direktauftrag / LP 1-7 / 2007 / Fläche 500 qm

Dachterrasse Berlin-Friedrichshain (D)

+++ Die gesamte Dachterrasse wird von einem modularen Holzobjekt bespielt. Die Liegefläche, Ablage und Bank wölben sich aus dem Boden heraus und fließen auf verschiedenen Höhen der Brüstung entgegen. Dadurch erscheinen die einzelnen Elemente als organisches Ganzes und die Gleichbehandlung der Oberfläche gibt der Gestaltung auf schmalem Raum eine einheitliche Wirkung. Entlang der Querachse werden die durch die Bewegung entstehenden Hohlräume mit matt behandeltem Metall geschlossen. Die Wellen bekommen dadurch eine körperliche Festigkeit und in der Materialwahl einen Anschluss an die floralen Paravents, welche die Terrasse nach links und rechts fassen. Die Paravents bestehen aus einer ornamentalen Blechfüllung, die in Stahlrahmen gefasst wird. Sie bieten so Sichtschutz und zugleich Rankhilfe für die Topfpflanzen. In fest eingebaute Bodenhülsen eingesteckt lassen sich die Paravents bei Bedarf leicht entfernen.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 2-3 / 2006 / Fläche 300 qm

Hausgarten Wissen/Sieg (D) 2001-2002

+++ Der historische Hof in einem Seitental der Elbach im Westerwald verbindet ein Forsthaus aus dem 14. Jahrhundert, die als Wohngebäude genutzte ehemalige Scheune und ein aus den 60er Jahren stammendes Gebäude. Der Gartenraum zwischen den Gebäuden und dem steil abfallenden Hang sollte strukturiert und seiner Nutzung als Zufahrt und Zuwegung entsprechend neu gestaltet und in Beziehung gesetzt werden.

Dazu musste zunächst zwischen den verschiedenen Geländehöhen vermittelt werden. So schiebt sich im Westen eine Pergola in den Hang, deren Balkendeckung in den Hang ausläuft und eine Terrassierung des Gefälles ermöglicht. Dadurch entsteht zwischen der kleine Laube im Osten und der Pergola im Westen eine ebenerdige Freifläche die Platz für eine Neuinterpretation eines Bauerngartens bot.

Dieser Form folgend wurde der Zwischenraum durch vier zum Zentrum hin ansteigende Rampen mit unterschiedlicher Bepflanzung gegliedert. Am Kreuzungspunkt der mit Perlkies aufgeschütteten Wege liegt der Brunnen als Zentrum und Bezugspunkt des grünen Hofes.

Die damit festgeschriebene ausdrucksstarke grafische Strukturierung des Raumes sollte in ihrer Materialität wiederum einen Bezug zur umgebenden Landschaft herstellen. Prägend sind hier die Cortenstahleinfassungen der Rampen mit ihrer unregelmäßig korrodierten Oberfläche und die rohgeformten Torfbrandklinker.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 1-8 / 2001-2002 / Fläche 0,2 ha

Loftwohnen Berlin-Reinickendorf (D)

+++ Das aus der Gründerzeit stammende Gebäude der ehemaligen Schraubenfabrik ist in vielerlei Hinsicht typisch für ehemals großstädtische Randbereiche. Entlang der Stadtgrenzen und Gewässer bildeten diese Gebäude eine eigene Struktur, die zu Beginn des letzen Jahrhunderts durch Arbeiterviertel und infrastrukturelle Maßnahmen begleitet wurde. Die Wiederentdeckung dieser Industrielandschaften für das Wohnen und die teilgewerbliche Nutzung bedingt einen neuen Umgang mit der Bausubstanz und den städtischen Freiräumen. Pflegeextensive Grünflächen wechseln sich ab mit Frei- und Pflasterflächen, denen bei dichter Bebauung und Erschließung ein großer Stellenwert zukommt. Die heutige Lage der Fabrik nimmt sich hier aus, da sich ihre Haupterschließung in keiner Durchfahrtstrasse befindet und zwei von außen völlig „zurückgezogene“ Höfe zur Südseite aufweist. Aus den typologischen Bedingungen und der Besonderheit dieser Industriehöfe werden zwei Grundideen abgeleitet, welche die Freiräume des Gebäudes neu definieren und wohnlich gestalten sollen. Die vierflügelige Anlage der ehemaligen Fabrik unterteilt die Freianlagen in fünf Bereiche, von denen überwiegend vier planerisch bearbeitet werden. Zwei Höfe, Parkplätze, Müllanlagen und weitere Grünflächen entlang der Nordfassade, sowie ein verbindendes, längliches Grundstücksteil im Süden. Jeder dieser Bereiche ist sowohl durch die Erschließungswege, als auch durch die Raumstruktur charakteristisch ausgeprägt und vom anderen verschieden. Durch die Raumabfolge wird eine Spannung und Dynamik erreicht.

Bauherr: BUM Beteiligungs- und Management GmbH / Direktauftrag / LP 2-3 / 2006 / Fläche 0,3 ha